Beschreibung wichtiger Exkursionspunkte in Stichpunkten

1. Südliche Taiga
     b) Der Urwald Sibiriens mit und ohne Einflüsse des Menschen
     a) Besuch des weltweit größten, intakten Hochmoors der Welt
         (Vasjugan-Moor mit einer Ausdehung von 60 * 300 km )
     c) Natürlicher Kiefernwald und Böden auf Sanddünen
         (Kiefernwald ohne anthropogene Bodenversauerung - mit überraschenden
           Details - in Westeuropa nicht zu beobachten!)

2. Tomsk: die älteste Stadt Sibiriens (städtebaulich und kulturelles Higlight)

3. Die Waldsteppe bei Chebula: natürliche Parks an der Grenze von Wald und
   Steppe, Nutzungsmöglichkeiten, extreme Biodiversität und Besuch eines
   typischen sibirischen Dorfes

4. Trockensteppe bei Jurty: Solonetze, Solonchake und die Vegetation von
   Salzböden: Probleme der Bodendegradation durch Versalzung bei Bewäs-
   serung, Folgen von Eingriffen des Menschen auf den Landschaftswasserhaushalt
   (weltweit aktuelles Thema)

5. Die schwärzliche Taiga im Salair (Mungai Camp): Extremer Nährstoff-
   reichtum und Gigantismus der Krautvegetation (mit Blütenständen bis
   4 m Höhe) an Reststandorten natürlicher, vom Menschen unbeeinflußter
   Zitterpappel-Tannenwälder; weltweit einzigartige Möglichkeit für Einblicke in
   eine völlig unerwartete Welt der natürlichen Wälder

6. Die typische Steppe und ihre Schwarzerden bei Barnaul und Auendynamik der
   gigantischen sibirischen Ströme am Beispiel des Ob

7. Weltweit einzigartige Hot Spots der Biodiversität mit 80 -120 Arten / 100 qm
   bei
Kamlak auf den Terrassen des Katun am Fuße des Altai

8. Reliefabhängige Kontraste der Vegetation und Bodenbildung im kontinen-
   talen Klima, Gebirgswaldsteppen, montane Wiesen, Besuch eines enthno-
   graphischen Museums etc. bei
Shebalino (Altai-Gebirge)

9. Die Gebirgstundra am Seminsker Pass: Vegetationsgesellschaften der
   Tundra, Frostbodenbildungen, sibirische Zedernwälder, nachhaltige
     Nutzungsformen

10. Tafonisation bzw. Wollsackverwitterung von Granit, gigantische Terras-
       sen und Sedimente des Katun auf dem Weg nach Aktash

11. Die Trockensteppe in der Kurai-Ebene (u.a.: Wiesen mit dichtem Bestand
     an Edelweiß)

12. Pingos und betrunkener Wald: Prägungen der Landschaft durch Dauer-
     frosterscheinungen bei
Aktash

13. Wüstensteppen und Prägungen der Landschaften durch Serpentinite bei
    
Chagan Uzun (“Colored Landscapes” bzw. “Painted Deserts”)

14. Die Halbwüste bei Beltir nahe der mongolischen Grenze, Folgen von
     Erbeben, Korallen in der Wüste, Endmoränenfelder, Thermokarst und
     andere Besonderheiten des extrem kontinentalen Klimas im Gebirge.

15. Telezker See: Die kleine Schwester des Baikal ohne Industrie am Fuße des
     Altai (optional)

16. Karagem Pass: alpine Wiesen mit extremer Artenvielfalt und Besichtigung
     des Karagem-Gletschers (optional)

17. Kokorja: Die schönsten Landschaften des Altai-Gebirge.

Witterungsbedingte Änderungen sind vorbehalten. Weitere Standorte und Schwerpunkte oder Variationen der Route nach Absprache bzw. entsprechend dem Interesse der jeweiligen Gruppe.

Fachliche Inhalte der einzelnen Standorte
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